Einziger Wehrmutstropfen: Unser Zimmer ging nicht nach vorne raus und hatte somit keinen Meerblick, sondern sogennannten "Gardenview" . Dafür war es aber ein besonders großes Zimmer mit traumhaftem Bad , was die Meerblickzimmer nicht hatten. Wir waren super enttäuscht und ich ging nach dem Auspacken der Koffer sofort zur Rezeption um das zu bemängeln und gegebenenfalls ein anderes Zimmer zu bekommen. Leider waren alle Zimmer belegt. Und einen Aufpreis für die Overwater Villas von 5500 Bath ( runden 110 Euro) pro Tag wollten wir nicht bezahlen. Schon allein deswegen nicht , weil wir uns ja meist nicht im Hotel aufhielten.
Nach diesem etwas misslungenem Auftakt gingen wir noch runter zum Strand.
Wir wollten uns gleich an die thailändische Zeit gewöhnen , und obwohl wir schon recht müde waren , war die Neugier auf Chaweng größer als die Sehnsucht nach einem Bett.
Der Berg hinunter war supersteil , doch das war nun auch schon egal. Es gab Elektroautos , wie beim Golfplatz , die einen vom Hotel bis zur Hauptstrasse brachten , doch die mußte man an der Rezeption erst bestellen , und das war uns dann für die 5oo Meter zu "affig" . Schnell merkten wir , das unser Hotel recht "weit vom Schuß" lag.
Wir gingen die Hauptsrasse entlang in Richtung Chaweng. So wie es uns die Reiseleitung bei der Ankunft gesagt hatte.
Irgendwann wurde der Strassenverkehr mehr , die Lichter heller und die Menschenmassen nahmen zu.
Das war für uns die Info : Wir waren wohl in Chaweng "Mitte".
Chaweng ist eine Urlauberstadt , kein Ort im herkömmlichen Sinne , den ich sofort mit der Playa de Palma verglichen habe.
Infrastruktur für Urlauber , die keine Wünsche offen lässt. Hotel an Hotel in jeder Preislage (vom 5 * Luxustempel bis zur Backpackerhütte für 5 Euro), Imbissbuden en Masse , Gastronomie aller Nationalitäten und dazwischen Shops mit allerlei Nützlichem und Unnützem.
Die Frauen bieten günstige Massaaaaaaaaaaaaaaaaage an , die Männer wollen einen in ihre Schneiderei locken mit Preisen für Anzüge , die sich respektabel anhören.
Es gibt in Chaweng eine Strasse , die direkt hinter dem Strand vorbei geht. Auf der bewegten wir uns .
Wir wollten nun aber AN den Strand. Und das war für uns Samui Neulinge gar nicht so einfach. Da jeder Quadratzentimenter des Ortes verbaut ist , sieht man von der Straße keinen Weg zum Meer.
Irgendwann sind wir dann einfach durch eine große Hotelanlage gegangen , bei der wir im Hintergrund das Meer vermuteten.
Was dann auch tatsächlich so war.
Gardenview.
Unser Studio
Am Chaweng Beach reiht sich am Strand Kneipe an Kneipe.
Alle Bars haben ihre Strandbetten von Tag "Abendtauglich" umgestylt.
Da werden Tische in die Mitte aufgestellt und Liegekissen eingebaut. So kann man beim Essen im Liegebett den Sternenhimmel beobachten und sich gleichzeitig von der Techno Musik der Bars beschallen lassen.
Hier fühlte ich mich nun ein wenig nach Ibiza versetzt.
Gegen 22 Uhr Ortszeit sind wir dann wieder zum Hotel gelaufen. Den Rückweg nahmen wir über den Strand , das war schöner . ....wo wir ihn nun mal gefunden hatten.....
Auf unserem Zimmer angekommen , köpften wir die Welcome Flasche Prosecco der Hotelleitung.
Danach sind wir hundemüde in die superkuschelweichen Betten gefallen und haben phantastisch geschlafen.
Am nächsten Morgen haben wir gegen 10 Uhr gefrühstückt. Die Frühstücksterrasse des KC Resorts ist offen , luftig und mit großen Ventilatoren an der hohen Decke ( die leider keine Kühle bringen) . Dunkle Holzmöbel machen Asienflair und überall sind Orchideen aufgestellt. Die Angestellten des Hotels tragen seidene asiatische Trachten und sehen sehr hübsch damit aus.
Mindestens 8 Mitarbeiter kümmern sich um die Gäste. Doch sie sind total überfordert damit.
Das es sich hier um ein 5 Sterne Hotel handeln soll , kann ich nicht glauben.
Die Angestellten sind sehr bemüht , wischen aber lieber zu dritt leere Tische ab statt mal den Orangensaft aufzufüllen.
Resüme` :
Die Mitarbeiter geben sich Mühe , sind superfreundlich .....kriegen aber nichts gebacken.
Fast täglich mußten wir auf irgend einen Frühstückswunsch verzichten , weil das Büffet schlichtweg nicht richtig aufgefüllt wurde.
Der Tee oder auch Kaffee kam oft erst , wenn wir mit dem Essen fertig waren.
Wollte man Rührei oder ähnliches bestellen , mußte man auch darauf sehr lange warten und es konnte passieren , das man dann auch noch vergessen wurde.
Weg vom Resort zum Beach
Nach dem Frühstück sind wir wieder an den Chaweng Beach gelaufen. Diesmal gingen wir gleich auf der gegenüberliegenden Strassenseite durch das großzügige Kandaburi Resort an den Strand , in das wir liebend gerne umgezogen wären. Es liegt sehr schön am Ende des Chaweng Beach , punktet mit einer großzügigen Gartenoase und bietet am Strand wunderschöne Liegeplätze , welche leider nicht für KC Resort Urlauber bestimmt sind.
Das war das zweite Problem , was ich an unserem Hotel nicht gut fand, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Es gab keine Liegemöglichkeit am Strand für uns. Alle schönen Plätze waren entweder von Strandhotels belegt oder lagen in der prallen Sonne.
Durch die großen Gezeitenunterschiede , welche hier auf Samui herrschen , lagen auch manche Strandecken völlig trocken , die zwei Stunden später unter Wasser waren. So war das Angebot am Liegemöglichkeiten am Chaweng für uns nicht optimal.
Der schönste Strandabschnitt , der für uns "Pauschalurlauber" zugänglich war , lag in der Mitte des Beaches. Was hieß , das wir täglich , um einen schönen Platz zu finden , 20 Minuten bei brütender Hitze am Strand entlang laufen mußten.
Natürlich gab es einen Shuttle dorthin. Doch der mußte vorbestellt werden und ging nur dreimal am Tag.
Der letzte zurück vom Strand ins Hotel schon um 16. 30 Uhr , was uns deutlich zu früh war.