Chargierung und Gattierung: Sortenreine Schrotte werden miteinander gemischt, um auf die erforderliche Analyse zu kommen. Sortenrein deswegen, da teilweise Stanzabfälle, Blechpakete, Abschnitte unterschiedliche C, Si, Mn oder S-Gehalte haben. Wenn die Vorgabe z.B für eine Bremsscheibe (C = 3,0 - 3,4 %) lautet, sollte man diesen Wert nicht überschreiten. Zu sehr unterhalb des C-Gehaltes sollte man aber auch nicht kommen, da sonst die Ressourcen für zusätzlich eingebrachten Kohlenstoff, Mangan oder Silicium bei jeder Charge für zukünftige Generationen die Verfügbarkeit schmälern würde.
Lichtbogenofen:
Drei Graphitelektroden werden in einem allseits
und mit Schrott/Stahl oder Grauguß gefüllten,
ausschamottierten Ofen gebracht. Dieser
Lichtbogen kurz oberhalb des Schrottes (3000-4000
Grad Celsius) sorgt für eine hohe Temperatur.
Dadurch erwärmt sich der Schrott und gibt seine
Bestandteile (Eisen, Mn, Cu usw.) an die Schmelze
ab.
Kupolofen: Runde oder rechteckige
Ofenform, die im ewigen Wechsel mit Koks, Schrott und
sonstigen Beimengungen über die Gicht beschickt wird.
Das Schmelzgut sackt nach unten. Unten angebrachte Winddüsen
sorgen dafür, daß Heiße Luft eingeblasen wird,
die mit der Schmelzwärme für eine Trocknung des
Materials sorgt. Gleichzeitig wird das Material im
mittleren Bereich des Kupolofens durch die Wärme
zerkleinert und im unteren Bereich geschmolzen. Das
geschmolzene Metall wird dann in Abständen abgestochen
und weiterverarbeitet.
Koks/Kohle-Ofen: Heute nur noch als Vorratsbehälter für kleinere Alugießereien im Einsatz. Unterhalb eines Graphittiegels wird ein Koks/Kohlefeuer entfacht, der den Tiegel auf Temperatur bringt. Das geschmolzene Aluminium kann später zur Aufarbeitung/Auflegierung mittels Kran oder Schöpfkelle in Induktionsöfen kommen. So werden kurzfristige Versorgungsengpässe überbrückt, wenn man weiß das das Fassungsvermögen der Induktionsöfen nicht ausreicht.
Konverter (Hüttenwesen): Cu-, Pb-Stein wird mit einer Schütte Quarzsand in den Konverter gegeben. Durch Drehen des Konverters wird dieser mit Heißer Luft angeblasen. Dadurch werden unerwünschte Begleiter entfernt, da bis zu 5 mal Quarzsand nachgegeben wird. Nach Beendigung des Blasvorganges wird mit einer Stangenprobe festgestellt (Kupfer perlt wie ein Ölfilm ab) ob Schwarzkupfer oder Werkblei aus dem Konverter in große Masseln zur Weiterverarbeitung gegossen werden kann.
Auflegieren: Da jeder Schmelzvorgang anders verläuft, muß nach dem Schmelzen eine Probe entnommen werden, die im metallurgischen Labor auf ihre Bestandteile untersucht wird. Diese Werte werden umgerechnet und dem Ofenmann mitgeteilt, der dann dementsprechend Si, Cu, Mn oder sonstiges Material zusetzen kann.
Abschlacken: Reste am Ofenrand oder vom Schmelzen bedecken die Oberfläche der Schmelze. Damit das Bad (Schmelze) gereinigt wird, entfernt man mittels Raffel, Kratzer oder Schöpflöffel die Schlacke, um keine Reste in das Gußstück zu bekommen. Sand, Glas,Reisstroh oder chemische Produkte helfen heute, die Schmelze sauberzuhalten.
Begriffe aus dem Hüttenwesen:
Stein ist ein Schmelzprodukt aus gelösten
Metallsulfiden (eine Art Sammler für die Edelmetalle, besonders des Silbers).
Speise ist ein Schmelzprodukt mit gelösten Ni-, Co-, Fe- und Pb-Arseniden,
welches als Zwischenprodukt bei der Bleierzeugung vorkommt.
Schlacken sind Gemische aus Metall- und Nichtmetalloxiden, Sulfiden und
Feststoffteilen.
Bei der Bleiherstellung setzt sich z.B. das flüssige Blei (durch die Dichte
und Unlöslichkeit) in den Pfannen am Boden ab, während sich auf diesem die
flüssige Speise, darüber der flüssige Stein und ganz oben die Schlacke absetzt.
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