Wörterbuch oder Engl. Begriffe

Abbrand = Metallverlust, hervorgerufen durch Verdampfen oder Übergang in die Schlacke Abdeckung = Soll eine Verbindung zwischen Badoberfläche und Luftatmosphäre verhindern (Reinigungsmittel, Salz).
Abdichten = Die Schnur soll das Herauslaufen von Metall beim Abgießen an Trennstellen verhindern. Abfälle = z.B. Sand aber auch Metalle, Abschnitte, Schlacke, sofern diese nicht wiederaufbereitet werden können.
Abkühlung = Nach dem Abgießen entstehender Wärmeverbrauch. Abhängig von Haltezeit, Strahlung und Umgebung. Abschlacken = Entfernen der Schlacke oder Abdeckung vom flüssigen Bad.
Abstich = Öffnen des Stichloches mit einer Lanze, um das flüssige Metall in die Rinne/Vorherd zu bekommen. Additive = Zusätze, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern. z.B. Spiritus ins Scheibenwaschwasser, um ein Einfrieren zu verhindern (beim Auto)
Adhäsion = Anhangskraft eines Stoffes an einen anderen. (z.B. Kleben) Affinität = Neigung eines Stoffes, sich mit einem anderen zu verbinden.
Al = chemisches Zeichen für Aluminium Alterung = lagern von metall. Werkstücken. Unterschieden wird zwischen natürlicher und künstlicher Lagerung.
amorph = regellose Anordnung der Atome z.B. Glas Anlassen = Stähle werden gehärtet und danach angelassen.
Anlegesand = z.T. öliger Sand, der beim Entfernen des Modelles aus dem Sand verhindert, daß komplizierte Geometrien abbrechen. Anrußen = Schlichten mit dem Autogen-Brenner. Wird meistens bei Stahlkokillen angewandt. s.a. Schlichte
Anschnitt = Gießkanäle für Einguß, Lauf und Anschnitte. Da es verschiedene Anschnittformen gibt, bitte bei Bedarf in der Literatur nachsehen. Ausschuß = Gußteile mit Fehlern (z.B. Lunkern, Porositäten, halbausgegossene Produkte), die wieder eingeschmolzen werden können.
Austenit = Bezeichnung für gamma-Mischkristall. Im ZTU-System Eisen-Kohlenstoff zwischen 911 °C und 1392 °C. Benannt nach dem Engländer Austen. Auswerfer = Vorrichtung zum Trennen von Gußstücken aus Kokillen oder Druckgießanlagen. Soll verhindern, daß das warme Gußstück verkantet oder verdreht wird.
B = chemisches Zeichen für Bor Bainit = Zwischenstufengefüge bei Eisen-Kohlenstoff. Benannt nach dem Amerikaner Bainit.
Becherwerk = oder Elevator; wird für den Transport von Sanden und Schüttgut eingesetzt. Be = chemisches Zeichen für Beryllium
Bentonid = Bindemittel für Formsand (Quellton). Bi = chemisches Zeichen für Bismut
Briketts = Metallische Teile, die mit Wasser und Zement gemischt und getrocknet werden. Brinellhärte = Härteprüfung mit einer gehärteten Stahl/Hartmetallkugel. Gemessen wird der Eindruck(Durchmesser) im Metall der Prüfkugel.
Cer Mischmetall = Einsatz als Verfeinerungsmittel für Gußeisen. Co = chemisches Zeichen für Kobalt
Dauermodell = Gußform für wiederholten Einsatz z.B. Kokillen. Dendrit = Kristallform, die verzweigte Wachstumsachsen hat (ähnlich Tannenbaum). Bildet sich bei der Erstarrung des Metalles.
Desoxidation = Entfernung von Sauerstoff aus der Schmelze. Als Zusatz kommt Mn und Al bei C bis 2 % zum Einsatz. Diffusion = eine Mischung (gasförmige, flüssige oder feste Stoffe) zu z.B. einer Legierung
Dilation = Volumenänderung (z.B. Erwärmung fester Stoffe) siehe auch ZTU Schaubilder Dross = Krätze, Schlacke, Schaum
Druckguß = Gußerzeugnisse, die mit einer Kokille, Gießmaschine oder Gießform hergestellt werden. Edelmetall = Silber, Gold, Platin, Palladium
einfrieren = Flüssiges Metall in einem Ofen, dem keine Energie (Koks, Strom, Gas) mehr zugeführt wird und damit erkaltet, ohne daß das Metall abgegossen werden konnte. Einguß = Ist ein Strömungskanal, in den das flüssige Metall eingegossen wird und dem zu fertigenden Gußstück zugeführt wird. Soll zusätzlich noch als Vorratsbehälter für die Schrumpfung dienen.
Elastizitätsmodul = Kennwert für Materialeigenschaften. Grauguß hat ein größeres E-Modul als weiche Metalle. Elefantenhaut = Oberflächenfehler bei Gußstücken.
Eloxal-Verfahren = geeignet für Al und Al-Legierungen. Durch ein galvanisches Verfahren wird eine Al-Oxyd-Schicht erzeugt. Email = Metalloxide zum Überzug auf Metallen, die aufgeschmolzen werden.
Emission = Austritt von Stoffen, die die Umwelt belasten (Gase, Staub oder Strahlen). endotherm = Zuführung von Wärme ( aufnehmend oder verbrauchend )
Entschwefelung = mittels Kalk, Soda oder CaC2. Dies geschieht mit Hilfe von Balkenrührern. exotherm = Abgabe von Wärme
Fe = chemisches Zeichen für Eisen (Ferrum) FEM = Finite Elemente Methode. Rechnerische und grafische Möglichkeit, um Gießverläufe an schwierigen Stellen zu simulieren.
Ferrit = reines Eisen (alpha Mischkristalle) Filter = Siebe zum Zurückhalten von Schlacken oder Oxideinschlüssen.
FMEA = Failure Mode and Effects Analysis. Schon bei der Planung von Teilen wird versucht, alle Fehlermöglichkeiten auszuklammern (Konstruktion, Gießverfahren und Bearbeitung, aber auch Praxisanwendung). Formhälfte = Ober- oder Unterkasten, die einen festen Rahmen haben, um den gestampften Sand aufzunehmen.
Formkasten = Bestehen im allgemeinen aus Ober- und Unterkasten, die mit Führungsstiften verbunden sind, um Versatz und Verrutschen des Modells (Kern) zu vermeiden. Frischen = Entfernung von Eisenbegleitern und Kohlenstoff bei der Stahlherstellung.
fritten = Metall bis kurz vor den Schmelzpunkt erhitzen. Galvanisierung = Einen Überzug anbringen aus Metall durch Elektrolyse auf einen anderen metallischen Gegenstand.
Gattierung = ausgesuchter und abgestimmter Schrott für eine Charge. Gefüge = Kristallaufbau der Metalle .
Gemenge = Mischung verschiedener Stoffe ( z.B. Luft, Sand, Emulsionen ). Gießkeil = Keilförmiges Probestück, das kurz vor dem Vergießen gegossen wird. Durch einen Bruch des Keils wird die Weißeinstrahlung gemessen.
Glühen = langsames Erwärmen des Werkstückes und Halten auf Glühtemperatur. Haarriß = Feiner dünner Riß im Werkstoff der bei der Rißprüfung erkannt wird.
Hämatit = Roteisenstein (Eisenoxid) Härte = Widerstandsfähigkeit eines Körpers gegen das Eindringen eines anderen Körpers.
Härteprüfgeräte = Messen der Oberfläche von Sand, Metall, Kunststoffen. Durch Aufdrücken des Gerätes auf die zu messende Oberfläche kann die Härte auf einem analogen oder digitalen Display abgelesen werden. HB = Brinellhärte. HBS für Stahlkugel und HBW für Hartmetall.
Immission = Ein- oder Auswirkung von ausgetretenen Stoffen, die die Umwelt belasten (Gase, Staub oder Strahlen). Impfen = Durch Zugabe von Stoffen in den flüssigen Gießstrahl soll das Erstarrungsverhalten und die Gefügebildung beeinflusst werden. .
Ir = chemisches Zeichen für Iridium Ist-Maß = gemessenes Gußstückmaß.
Kalkulation = Berechnung der Kosten bzw. des Metalles auf Teilgewicht oder Teilepreis Kern = Innen- oder Außenteil, der für Hohlräume oder Konturen sorgt.
Kernmarke = Soll das Aufschwimmen, Verdrehen des Kerns in der Gießform verhindern. Die Marke muß absolut dicht mit dem Sand abschließen, damit kein Metall beim Gießen in die Fugen kommt Kohäsion = Zusammenhangskraft in der sich Moleküle gegenseitig anziehen. (z.B. Erwärmen von Metallen)
Kollergang = Anlage zum Aufbereiten von Sand. z.T. Walzen, Kneten Zerkleinern, Abkühlen und Durchlüften in einem Arbeitsgang. Krätze = Beim Abschlacken entstehende Masse. Kann durch Weiterverarbeitung in Hüttenbetrieben wieder zurückgewonnen werden. (s.a. Schlacke)
Kristallerholung = Die bei einer Verformung entstehenden Versetzungen sollen beseitigt werden. Kristallgemisch = Gemisch aus 2 oder mehreren Metallen, die während der Erstarrung unabhängig voneinander ihre eigenen Gitter aufbauen
lamellar = streifiges Aussehen im z.B. Lamellengraphit  Lanzette = Formerwerkzeug zum Bearbeiten
Ledeburit = hat 4,3 % C und Fe. Nach Umwandlung auf Raumtemperatur entsteht ein Gemenge aus Zementit und Perlit. Legierung = muß aus mindestens 2 Komponenten bestehen
Liquiduslinie = Die Linie im ZTU, die bei den meisten Legierungen den oberen (flüssigen) Bereich anzeigt. Losteil = Modellteil, das für Hinterschneidungen sorgt.
Luftpfeife = Im Oberkasten eingearbeiteter Entlüftungskanal. Lunker = Durch Abkühlung der Schmelze entstandener Hohlraum
Martensit = entsteht durch eine rasche Abkühlung (Stahl). Das Gefüge hat eine hohe Härte und Zugfestigkeit. Masseln,Barren, Bramme = Gegossenes, abgekühltes Metall, das zur Weiterverarbeitung bestimmt ist.
Meehanite = Gußeisen mit feinblättrigem Graphit Mehrstofflegierung = muß mindestens 3 Legierungsteile enthalten
Metallurgie = Die Kunde vom Aufbau, den Eigenschaften der Metalle und die Untersuchung. (Schliffprobe, Verformung) metastabiles System = Der Kohlenstoff tritt als Fe3C auf.
Mg = chemisches Zeichen für Magnesium Mischkristall = Gemisch aus 2 oder mehreren Metallen, die während der Erstarrung ein gemeinsames Gitter bilden.
Möller = Mischung von Zusätzen und Koks Na = chemisches Zeichen für Natrium
Nachlegierung = Wenn nach der 1. Probe noch Zuschläge (z.B. C, Mn, Si) zugegeben werden müssen Ni = chemisches Zeichen für Nickel
Norm = Richtschnur, Vorschrift z.B. SC-000-009 Rev. 12 für Carbon and Alloy Cast Steel Normalprobe = gegossenes Stück mit 30 mm Durchmesser
O = chemisches Zeichen für Sauerstoff Oxidation = Verbindung mit Sauerstoff
Oberflächenhärte = bei Gußerzeugnissen die Härte an der Oberfläche. P = chemisches Zeichen für Phosphor
Pb = chemisches Zeichen für Blei (Plumbum) Pellets = Kleine Kugeln mit metallischen Teilen (Sägespäne, Staub), die mit Wasser vermischt und getrocknet werden.
Penetration = Durchdringung des flüssigen Metalles im Sand; dadurch bedingt rauhe Oberflächen. Gegenmaßnahme wäre Kohlenstoff, der sich in den Poren absetzt. Periodensystem = Bestehend aus 8 Hauptgruppen und 8 Nebengruppen, in denen die chemischen Elemente aufgeführt sind. Die Elemente können unterschieden werden in: Metall, Halbmetall und Nichtmetalle. Lesen des Periodensystems waagerecht, gleich Periode und senkrecht, gleich Gruppe.
Perlit = besteht aus Ferrit und Zementit. Ein Gefüge mit eutektoidischer Zusammensetzung bei 723 °C. Pt = chemisches Zeichen für Platin
Pyrometallurgie = Verfahren (Öfen und Anlagen) für optimale Wärmeausnutzung. Pyrometer = optische Temperaturmessung des flüssigen Metalles oder Schlacke aus sicherer Entfernung mittels Temperaturmeßgerätes.
QS = Qualitätskontrolle, die sicherstellt, daß die Kundenvorgaben hinsichtlich Güte, Maßhaltigkeit eingehalten werden. Quarz = Feuerfestes Mineral mit hohem Schmelzpunkt und guter Widerstandsfähigkeit (SiO2).
Raffination = Reinigung und Veredelung der Metalle durch diverse Verfahren. Rauhheit = 1. für Gußstücke 2. für Oberflächen (spanend), Riefen, Sandkörner die unter einem Mikroskop einer Welle entsprechen.
Reduktion = Sauerstoffentziehung aus einer chemischen Verbindung. Rekuperator = Winderhitzer oder auch Wärmetauscher.
Ringleitung = die zu den Düsen führt und sie mit Wind versorgt. Ruß = als Schlichte für Kokillen (z.B. mittels Autogen-Brenner)
Sandstrahlen = Reinigen metallischer Teile von Verunreinigungen, Schlichte usw. (Vorsicht Silikose) Schlacke = Gemisch von Feststoffen und oxidischen Stoffen
Schlackenblase = Einschluß von Schlacke im Gußstück. Schlichte = Trennmittel, um ein Ankleben des Metalls an der Kokille zu vermeiden.
Schliffbild = Gefüge (Kristalle, Korn) eines Materials unter dem Mikroskop betrachtet. Schliffprobe = Polierte und z.T. geätzte Teile von Metallen.
Schmierstoffe = sollen Reibung und Verschleiß verhindern. Schöpfofen = Warmhalteofen, um mit einer Schöpfkelle direkt in die Kokille zu gießen.
Schrumpfung (Schwindung) = Da sich abkühlende Metalle nach dem Einguß zusammenziehen, muß für eine Maßzugabe bei Modellen und Formen Rechnung getragen werden. Seigerung = Nach dem Gießen in eine Form und dem Abkühlen kommt es zu einer Teilung der einzelen Legierungselemente (Entmischung). Abhilfe wäre z.B. schnelles Gießen.
Si = chemisches Zeichen für Silicium Sn = chemisches Zeichen für Zinn ( Stannum)
Soliduslinie = Die Linie im ZTU, die bei den meisten Legierungen den unteren (festen) Bereich anzeigt. Söderbergelektrode = Stahlrohre, die als Elektroden dienen. Graphitkohle wird als stückiges Gut in die Rohre gegeben, und der Lichtbogen bzw. die Wärme sorgen für eine Verfestigung (ähnlich Bleistiftmine)
Speiser = Dient zur Versorgung des gegossenen Teiles mit Metall, um Lunkerbildung zu vermeiden. Es gibt offene und geschlossene Speiser. Spongiose = Korrosion von Gußeisen. Perlit wird aus dem Material gelöst, der Graphit bleibt zurück.
Standzeit = Zeit, die ein Werkstück, Ofen im Einsatz ist, bis die Haltbarkeit nachläßt und ein Ausbessern erforderlich wird. Ta = chemisches Zeichen für Tantal
Tempern = Glühen mit oder ohne Sauerstoff Trippelpunkt = Der Punkt, wo alle 3 Elemente (fest, flüssig und gasförmig) im Gleichgewicht sind.
Überhitzung = die Schmelze wird über die höchste Linie (A) flüssig gemacht und für den Transport zum Ofen/Gießort bereitgestellt. Ultraschallprüfung = zerstörungsfreie Prüfung mittels Schallwellen im Bereich 0,5 - 12 MHz.
V = chemisches Zeichen für Vanadium Verdichtung = Durch Stampfen, Rütteln oder Vibrieren den Sand im Ballen fester binden.
veredeln = geringe Legierungszusätze (Natrium, Strontium), die eine AlSi-Legierung verbessern. Abhängig von Wärme und Zeit. Vererzung = Eindringen von flüssigem Metall in den Sandzwischenraum (Sandgröße, Gießhöhe); siehe auch Penetration
verlorene Form = z.B. Sandform für ein Gußteil das einmalig hergestellt wird und nach dem Abguß nicht mehr verwendet werden kann. verlorenes Modell = z.B. Styropor-Modell das beim Abguß mit vergast.
Viskosität = Das Fließen von Flüssigkeiten und Schmelzen (zähflüssig) Volumen = Angabe des Rauminhalts in einer Form, die flüssiges Metall aufnimmt (in dm3, m3). Fertigteile z.B. in kg, Tonnen.
W = chemisches Zeichen für Wolfram Wärmebehandlung = Die Gefügeausbildung von Gussteilen soll für die weitere Bearbeitung verändert werden.
Wendeplatte = Beidseitige Modellplatte für z.T. Kern- und Formkästen. Werkszeugnis = Analyse und Prüfergebnis eines Materials aus einer gegossenen Charge. Kann durch den Kunden vom Original abweichen.
Zementit = Eisenkarbid (Fe3C) mit gebundenem Kohlenstoff > 4,3 %. Zn = chemisches Zeichen für Zink
Zr = chemisches Zeichen für Zirkonium ZTU = Zeit-Temperatur Diagramm. Graphische Darstellung der Umwandlung und Abkühlung.
Zugprobe = Ein genormter Probestab wird in einer Prüfmaschine eingespannt und langsam belastet, bis er 1. anfängt, sich zu dehnen und 2. reißt. Auf einem Diagramm sieht man dann die Streck- und Dehngrenze. Zulegevorrichtung = Schließvorrichtung für den Zusammenbau von Ober- und Unterkasten (incl. Kerneinlegen, Ausblasen) und Verklammern der Formen.