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Kempo-Karate, Kempo Jiu-Jitsu, Shaolin-Kempo, Okinawa Kempo Karate-Do
Allen diesen Stilen ist das Wort Kempo gemein, was den direkten Bezug zur chinesischen Herkunft verdeutlicht, denn Kempo ist die japanisch/okinawische Leseweise für das chinesische Chúan Fa (Gesetz der Faust), ein Oberbegriff für verschiedene Systeme des Kung Fu.
Sowohl in Okinawa als auch in Japan entstanden verschiedene Ausprägungen des Kempo, die oftmals verschiedene Schwerpunkte hatten. Innerhalb der World Nibuikai Budo Federation werden sowohl die hauptsächlich chinesische Kunst (Shaolin Kempo- nach dem Lehrsystem der international Chinese Boxing Federation und der Cloud Forest World Chinese Martial Arts Association ), als auch die japanisch/okinawanischischen Varianten (Katsukumaryu Kempo Karate Jiu-Jitsu (SENKIDO)- excl. in der W.N.B.F.-, Okinawa Kempo Karate-Do in traditioneller Lehrweise als Urform moderner Karatestile nach Shigeru Nakamura) des Kempo betrieben.
Shaolin Kempo entwickelte sich aus verschiedenen südlichen Stilen des Shaolin Kung Fu und bevorzugt schnelle Handtechniken und Trittkombinationen gegen die unteren Parteien des Körpers. Der Einfluss mehrerer „Tierstile“ wie Tiger, Leopard, Kranich, Gottesanbeterin und Drache ist nicht zu übersehen.
Kempo Karate, Kempo Jiu-Jitsu und Senkido werden im Stil der frühen Lehre des japanischen Goßmeisters Higashi Katsukuma in einer für die effektive Selbstverteidigung modernisierten Form unterrichtet. Diese Stile beinhalten je nach Schwerpunkt harte und schnelle Schlag, Block-und Tritt-Techniken, sowie schnelle Ausweichbewegungen (Tai Sabaki) in Kombination mit Hebeln, Griffen, Würfen und Festlegetechniken. In allen drei Kempo Ausprägungen werden ebenfalls traditionelle und moderne Waffentechniken ausgeübt. Schließlich finden sich im exklusiv von der W.N.B.F. vertretenen Katsukumaryu Kempo Karate Jiu-Jitsu, Senkido auch Elemente der hawajanischen Methoden, wie Kosho Shorei-Ryu Kempo, Kara-HoKempo, Kajukenbo und des American Kenpo Karate für eine sozusagen allumfassende Selbstverteidigung.
Das Okinawa Kempo Karate Do geht auf das traditionelle Karate des okinawanischen Begründers und Großmeisters Shiguru Nakamura zurück und beinhaltet kraftvolle Stellungen, Grundschule, kurze und starke Arm-und Beintechniken, sowie Atemkata. Dieses Karate wird Wettkampfmäßig im Vollkontakt mit oder ohne Schutzausrüstung betrieben.
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Hap Ki Do
koreanische Selbstverteidigung
Hap = Harmonie
Ki = geistige Energie
Do = Weg
„Weg der geistigen Harmonie“
Die koreanische Selbstverteidigung entstand vor über 1000 Jahren aus der Hwarang- (Blumenritter) Bewegung. Es werden Wurf-, Hebel- und Fußtechniken für Angriff und Verteidigung gelehrt. Die Handtechniken entwickelten sich im Süden Koreas, die Fußtechnken stammen vorwiegend aus Nordkorea. Die Bewegungen sind rund, harmonisch und natürlich.
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Sen Ki Do
Okinawa Kempo - Kung Fu
Sen = Initiative
Ki = Energie der Seele
Do = Weg
„Weg der geistigen Initiative“
1878 unterrichtete Higashi Katsukuma in Okinawa seine Kampfkunst, die er auf dem chinesischen Festland erlernt hatte. Eine Kampfart, die Griffe, Würfe, Schläge, Tritte, aber auch die alten Waffentechniken der chinesischen und japanischen Ritter beinhaltet. Diese Kampfkunst verbreitete sich hauptsächlich unter dem Namen „Kempo Jiu Jitsu“ weltweit. Sie wurde später in „Katsukuma Ryu Kempo Karate Jiu Jitsu“ umbenannt. In Deutschland gibt es diesen Stil seit 1920. Johannes Meurer lernte ihn direkt von Higashi Katsukuma und gab die erlernten Kenntnisse an seine Tochter Waltraud Stumpf, seinen Schwiegersohn Hubert Stumpf und seinen Enkel Benedetto Stumpf weiter. Für einen Europäer ist diese Kampfstilbezeichnung ein echter Zungenbrecher und etwas zu lang, deshalb änderte Johannes Meurer den Namen in „Sen Ki Do“, „Weg der geistigen Initiative“, welcher den Sinn der Kampfkunst genau trifft.
Sen Ki Do fällt besonders durch seine geschmeidigen und schnellen Bewegungsabläufe auf. Es gehört zu den sanften und ausweichenden Kampfkünsten und eignet sich besonders zur Selbstverteidigung.
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Tang Soo Do
koreanisches Karate
Tang = chinesische Dynastie von 618 bis 907 n. Chr.
Soo = Hand
Do = Weg
„Weg der China-Hand“
Übersetzt bedeutet Tang Soo Do „Der Weg der China-Hand“ und verweist damit auf das Ursprungsland dieses Stils. Die Geschichte in der Moderne begann 1945 durch die Gründung des Tang Soo Do von Master Hwang Kee in Korea. Der Stil fand seine größte Verbreitung außerhalb Koreas in Amerika. Im Tang Soo Do findet man die klassischen Elemente: Grundschule, Partnerübung, Formen (stilisierten Kampf) und Freikampf, sowie Selbstverteidigung. Rund 30% basieren auf chinesischen, 70% auf koreanischen und japanischen Techniken. Die Philosophie dahinter begründet sich in der alten Kriegerkaste der koreanischen Hwarang - Ritter und enthielt früher sogar die Ausbildung in Literatur, Musik, Rhetorik und Kunstreiten. Heute noch legt man viel Wert auf fundiertes Hintergrundwissen zum Stil und natürlich eine besondere Etikette im Umgang mit anderen Menschen.
Vor 20 Jahren gründete Großmeister Benedetto Stumpf den Tang Soo Do Deutschland e.V., der seitdem für Qualität, Weiterentwicklung und internationalen Austausch eines seit 1965 in Deutschland praktizierten, außerordentlichen koreanischen Karate - Stils maßgeblich ist. 1996 folgte die Aufnahme der Karateform Tang Soo Do im Deutschen Karate Verband (DKV) und somit die Anerkennung vom Deutschen Sport Bund. Der Tang Soo Do Deutschland e.V. arbeitet eng mit anderen international anerkannten Verbänden zusammen und hat speziell in den U.S.A. mit Großmeister Richard Byrne, Gründer und Präsident der American Tang Soo Do Association und des United Tang Soo Do Congress, einen Unterstützer und Freund gefunden. Die wohl bekanntesten Personen des Tang Soo Do sind sicher durch ihre Filmpräsenz Cynthia Rothrock und Chuck Norris.
Seit einem Jahr ist das NIBUKAI – Zentrum für asiatische Kampfkünste die neue Schule von Großmeister Benedetto Stumpf. Hier unterrichtet und begleitet er seine Schülerinnen und Schüler als „Sensei“, väterlicher Freund. NIBUKAI ist somit das Zentrum oder „Hombu - Dojo“ des Tang Soo Do Verbandes Deutschland e.V.
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- Geschichtlicher Einschnitt ins Zeitalter des feudalen Japan
Im Jahre 645 n. Chr. rebellierte das japanische Volk im südwestlichen Teil der Hauptinsel Honshu gegen die Willkürherrschaft der dortigen Adelsfamilien, welche den rechtmäßigen Herrscher, den König, unterdrückten. Das Gelingen des Staatsstreichs ermöglichte den Beginn eines neuen Zeitalters, der Taika (>>Die große Wende<<), wobei alle Macht in den Händen eines Kaisers lag und neue Reform-Bestimmungen geschaffen wurden. Zu den wichtigsten Reformen zählten:
- Die Abschaffung des privaten Nutzbodens, wobei der Kaiser zukünftig allein über die Nutzung bestimmen sollte.
- Einteilung des Staatsgebietes in Provinzen, Distrikte und Dorfgemeinschaften
- Entrichtung von Steuern
- Die Angehörigen des entmachteten Adels konnten als Beamte in den Staatsdienst eintreten, wobei sie vom Kaiser besoldet wurden und ihm absoluten Gehorsam schuldeten.
Das Ziel der neuen Regierung war es also, einen organisierten Einheitsstaat zu erschaffen, weswegen der Kaiser die Eroberung des gesamten Japans, die Unterwerfung einheimischer Volksstämme und Vertreibung von Piraten an Küsten, befahl. Allerdings besteht Japan aus ca. 75 Prozent Gebirge was eine Eroberung erschwerte. Die Entfernung des Hauptsitzes des Kaisers und die Überwindung der Gebirgsregionen machten häufig Probleme beim Entsenden von Truppen in die Krisengebiete. Deswegen bildeten die ortsansässigen Befehlshaber eigene Truppenverbände.
Diese Truppenverbände waren nach dem Vorbild japanischer Großfamilien organisiert, wobei das Oberhaupt auf die bedingungslose Hingabe seiner Untergebenen zählen konnte. Der Ausbau der Kriegerverbände führte nach der Eroberung großer Teile Japans dazu, dass sich die verschiedenen Truppenführer mit ihren Kriegern gegenseitig bekämpften und der Kaiser nicht die Macht besaß, diese Streitigkeiten beizulegen. Häufig beanspruchte der Kaiser die Dienste verbündeter Kriegerverbände, wenn seine Regierung durch gegnerische bedroht wurde.
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1185, als im letzten, entscheidenden Krieg eine Kriegerfamilie siegreich hervorging, entmachtete deren Oberhaupt den Kaiser um ihn auf repräsentative Aufgaben zu beschränken. Das Oberhaupt selbst wurde anschließend vom Kaiser zum ranghöchsten Krieger und leitendem Minister ernannt, dem Shogûn. Der Shogûn gründete anschließend eine Militärregierung indem er seinen treuesten Untergebenen hohe Positionen zukommen ließ und in den entfernten Provinzen Japans örtlichen Befehlshabern die Kontrolle übergab. Die Krieger Japans regierten also das Land, wobei dadurch deren geistige Haltung im gesamten Japan Einzug fand.
Um 1500, nachdem sich die Befehlshaber der einzelnen Provinzen gegen die Militärregierung auflehnten, fand ein dauernder Machtwechsel zwischen den Oberhäuptern der unterschiedlichen Kriegerfamilien statt, bis es verbündeten Provinzbefehlshabern 1600 gelang, die Regierung neu einzurichten und durch scharfe Maßnahmen zu erhalten. Ihre Gegner blieben weiterhin Provinzbefehlshaber, mussten aber strikte Regeln bei der Verwaltung ihres Landes befolgen und jedes zweite Jahr am Hauptsitz des Shogûn leben, wodurch sie der Kontrolle des Shogûn unterlagen. Bis 1860 sollte diese Militärregierung bestehen bleiben.
Insbesondere während der großen Kriege Japans wurden häufig Ninja-Krieger als absolute Geheimwaffe rekrutiert, da sie herausragende Fähigkeiten als Einzelkämpfer hatten und Techniken und Methoden beherrschten, die einem Samurai schon allein wegen des philosophischen Grundgedankens untersagt war.
Die Ninja waren ein Volk, welches in den entfernten Provinzen Japans lebte. Sie griffen das hochentwickelte Kundschafterwesen Japans auf und perfektionierten es. Die Ninja arbeiteten oft für die unterschiedlichen Samuraiverbände als Späher und Spione. Was die Ninja in früheren Zeiten dazu veranlasste an Kriegsgeschehen teilzunehmen ist geschichtlich nicht belegbar.
Erst nachdem einer der Provinzbefehlshaber um 1550 die Provinzen der Ninja angegriffen hatte, suchten die Ninja Zuflucht bei Tokugawa Ieyasu, dem späteren Begründer der langjährigen Shogûn Dynastie ab 1600. Als Dank für den Schutz stellten sich die Ninja als Söldner zu Verfügung und bildeten geheime Gesellschaften überall im Land. Ihre Anteilnahme am
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Kriegsgeschehen war ein wichtiger Aspekt bei der erfolgreichen Machtübernahme der Tokugawas und sie wurden weiterhin eingesetzt um Aufstände einiger Provinzbefehlshaber und rebellischer Samurai
niederzuschlagen. Auch ein Provinzbefehlshaber oder ein einflussreicher Samurai konnte nun die Dienste der Ninja in Anspruch nehmen, doch selten wagte ein Ninja ein Bündnis mit einem Regierungsfeind einzugehen, denn bei der herrschenden Tokugawa-Familie waren sie zu etabliert und hätten ihrem Ansehen geschadet.
Die Ninja agierten weiterhin als Geheimagenten bis 1860 die Militärregierung zerfiel und die Ninja keine Verwendung mehr fanden. Sie gaben aber ihre Kriegskunst Ninjutsu an ihre Schüler über Generationen weiter, wodurch diese nicht nur erhalten blieb, sondern auch Einzug in z.B. moderne polizeiliche Spezialeinheiten fand, wo die Effektivität des Ninjutsu nach wie vor gepriesen wird.
Großmeister Klaus Kröger trainierte vorher das Togakure-Ryu Ninjutsu. Danach das Fuma-Ryu Ninjutsu und das HK-Ryu. Zum Schluss vereinten wir diese Stile und machten diese auch für andere Kampfstile offen. Daraus wurde dann das Ninjutsu-Nibuikai. Eine Ninjutsu Stilart des Großmeister Ben Stumpf. Diese basiert auf moderne Techniken und Bewegungen. Traditionelle Übungen und Techniken wie das Klettern, Tarnen, Waffenkampf, Ukemi, Kaiten und Hebel, Wurf und Festlegetechniken sind weiterhin Bestandteil unseres Ninjutsu-Nibuikai.
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